Bild: Joe Raedle / Getty Images

Es dauerte eine große Idee und nur zwei Jahre, um einen Deal in Höhe von mehreren Milliarden Dollar abzuschließen.

Walmart hat das E-Commerce-Startup Jet.com für 3 Milliarden US-Dollar erworben, teilten die Unternehmen am Montag mit. Beide hatten Schwierigkeiten, mit dem E-Commerce-Giganten Amazon zu konkurrieren. Dies ist ein Schritt, um ihre Bemühungen zu verstärken.

Mit dem Deal gewinnt Walmart mehr Technologie und Talente - einschließlich des Jet-Gründers und ehemaligen Amazon-Angestellten Marc Lore -, während Jet.com mehr Handelspartnerschaften und Bargeld sichert.

In der 54-jährigen Geschichte von Walmart im Einzelhandel, die 23 Billionen Dollar wert ist, gibt es viel zu entdecken. Hier stellen wir einige der bemerkenswertesten Zahlen auf:

3 Milliarden US-Dollar

Der Verkaufspreis betrug 3 Mrd. USD in bar und 300 Mio. USD in Walmart-Aktien. Dies ist ein ziemlich gutes Geschäft für ein Unternehmen, das in diesem Jahr voraussichtlich 1 Mrd. USD an Einzelhandelsumsätzen erzielen wird Bloomberg

Es ist ein schneller Ausstieg für ein zwei Jahre altes Unternehmen und zu einem beeindruckenden Preis.

Josh Elman, ein Partner des Venture-Capital-Unternehmens Greylock Partners, stellte fest, dass der Kauf von Facebook im Jahr 2012 einen Kauf von Instagram in Höhe von einer Milliarde US-Dollar und von Oculus im Jahr 2014 in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar getätigt hatte. Beide Unternehmen waren zum Zeitpunkt der Übernahme ebenfalls zwei Jahre alt.

Ein Jet == fast ein Nest = Instagram + Oculus. 🤔 Wer hat das beste Angebot?

- Josh Elman (@joshelman) 8. August 2016

384 Tage

Jet.com ging am 21. Juli 2015 zum ersten Mal in Betrieb. Der Vertrag wurde knapp über ein Jahr nach dem Start der Website unterzeichnet.

Lore gründete das Unternehmen im Jahr 2014 und lehnte seine Absichten nicht ab. Tatsächlich bot Jet 100.000 Aktienoptionen an, wer vor dem offiziellen Start die meisten Benutzer dazu hatte, sich anzumelden.

Im Januar 2015 landete Lore das Cover von Bloomberg Businessweek

"Teil Costco, Teil Mall, alles Anti-Amazon."

Das neue Cover von @BW: http://t.co/l9EgedUtg2 pic.twitter.com/h24JLpPsnE

- Alexander C. Kaufman (@AlexCKaufman) 8. Januar 2015

100 Milliarden US-Dollar

Der Umsatz von Amazon im Jahr 2015 übertraf 107 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014. Etwa 100 Milliarden US-Dollar wurden im Einzelhandel erzielt, der Rest stammte aus Verkäufen von Amazon Web Services.

Damit steht das eCommerce-Medienunternehmen als drittgrößter Einzelhändler der Welt unter Walmart und Costco.

Der wichtige Unterschied hier ist jedoch, dass Walmart 2015 zwar einen Umsatz von 482 Milliarden US-Dollar erzielte, aber nur 14 Milliarden US-Dollar aus E-Commerce-Verkäufen stammten. Das Wachstum des E-Commerce-Umsatzes sank im vergangenen Jahr von 17 Prozent auf nur noch 7 Prozent. Die Huffington Post berichtet.

Daher konzentriert sich Marc Lore und Jet.com auf das Online-Geschäft von Walmart.

260 Millionen

Walmart hat daran gearbeitet, seinem E-Commerce-Geschäft weitere Produkte hinzuzufügen. Derzeit hat Walmart 11 Millionen Produkte auf Lager.

Das Unternehmen sagte, dass es geplant sei, jeden Monat 1 Million mehr hinzuzufügen. Trotzdem verblasst die aktuelle Aktie im Vergleich zu 260 Millionen Amazons.

Im Laufe des Jahres hatte Jet bereits 12 Millionen Produkte online gehostet.

25 Millionen Dollar

Um sich einen Namen zu machen, hat Jet einen erheblichen Teil seiner Risikokapitalfinanzierung in Höhe von 800 Millionen US-Dollar für Werbung bereitgestellt. Das Unternehmen gab monatlich 20 bis 25 Millionen US-Dollar für Werbung aus. Umkodieren berichtet.

Dazu gehörten Werbetafeln, U-Bahn-Schilder und Online-Anzeigen.

Jet zog anfangs eine Menge Verkehr auf seinen Standort. Bei seiner Einführung im Juli 2015 verzeichnete es 6,8 Millionen Besuche und stieg im Folgemonat auf 12,2 Millionen. Bis Januar steuerten bezahlte Suchanzeigen laut SimilarWeb mehr als 50 Prozent zum Desktop-Traffic von Jet.com bei.

Image: SIMILARWEB

3,6 Billionen Dollar

E-Commerce wird nicht in naher Zukunft die Verkaufszahlen für Ziegel und Mörtel überwinden, aber die Zahl steigt.

Im Jahr 2020 wird E-Commerce laut eMarketer 12,8 Prozent des Einzelhandelsumsatzes oder 3,578 Billionen US-Dollar ausmachen. Das ist ein Anstieg von 7,4 Prozent im Jahr 2015 oder 1,671 Billionen US-Dollar.

Amazon wird voraussichtlich auf den zweiten Platz im gesamten Einzelhandelsumsatz steigen und damit bis 2020 Kroger, Carrefour und Costco übertreffen und knapp unter Walmart liegen. Walmarts Umsatz wird laut eMarketer voraussichtlich bei 609 Milliarden US-Dollar liegen, verglichen mit 177 Milliarden US-Dollar.