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Bild: Roter Lotos

Die indische Designerin Sharmila Nair brach mehrere Klischees, als sie sich entschied, die Transgender-Community als Inspiration für ihre neue Saris-Kollektion zu verwenden. Sie ergriff die Initiative noch einen Schritt weiter und bat zwei Transgender-Frauen, ihre Kleider in einem atemberaubenden Fotoshooting zu modellieren, das inzwischen viral geworden ist.

Nair, die in der Stadt Cochin im südindischen Bundesstaat Kerala lebt, hat ihre Kollektion Mazhavil, das lokale Wort für Regenbogen, genannt. "Da die LGBT-Gemeinschaft durch die Regenbogenfahne vertreten wird", sagte Nair Mashable"Ich dachte, warum sollte ich meiner Sammlung nicht die gleichen Farbtöne geben und alle Farben des Regenbogens verwenden?"

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Die unter ihrer Marke Red Lotus hergestellten Saris werden aus Hubli-Baumwolle hergestellt, die mit satten Naturfarben gefärbt und mit bedruckten Blusen kombiniert wird.

Nair war inspiriert, ihren Beitrag zu leisten, nachdem sie einen Facebook-Beitrag zur bahnbrechenden Politik der Transsexuellen der Regierung Kerala gesehen hatte, die sie ihrer Freiheit und ihrer Bewegungsfreiheit versicherte, und betont deren Gleichberechtigung und den Zugang zu sozialen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, Dienstleistungen und Ressourcen.

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Sie wandte sich an die örtliche Organisation Queerela, die sich für die Rechte von Transgender-Menschen einsetzt und sie mit den 29-jährigen Models Maya Menon und Gowri Savithri in Verbindung brachte. Die beiden Freunde waren anfangs überrascht und skeptisch, nachdem sie jahrelang Diskriminierung und Härten ausgesetzt waren.

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"Sie konnten nicht glauben, dass jemand sie zum Modellieren ansprechen würde. Sie hatten Angst und hatten Fragen, warum wir so interessiert waren, sie als Modelle zu betrachten, ob unsere Kollektion überhaupt verkauft werden würde und wie sich dies auf unsere Marke auswirken würde", sagt Nair . "Doch als wir anfingen, waren sie begeistert."

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Nachdem sie die beiden getroffen hatte, erlebte Nair selbst aus erster Hand die Art von Diskriminierung, die Transgender trotz der Politik der Regierung weiterhin ausgesetzt sind. Beide Modelle standen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Während Maya ein Yoga-Zentrum betreibt, fällt es Gowri immer noch schwer, einen Job zu finden. Nair hatte Schwierigkeiten, einen Drehort zu finden, weil sie Transgender-Modelle hatte und schließlich eine schöne Kirche in Cochin als Standort auswählte.

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Der Designer hofft, dass das nun virale Fotoshooting mehr Möglichkeiten für die beiden eröffnen wird. "Es braucht Zeit, um Klischees zu brechen und die Menschen zu akzeptieren", fügt Nair hinzu. "Sie sind sehr kreativ und bringen ihr Herz und ihre Seele in den Dreh."

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